Songtexte

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von Dirty Fingers
(auf den "Dirty"-Tonträgern)

Zum Mithören:


• "I hope I don't fall in love with you"



• Original von Tom Waits
• vertont von Dirty Fingers / vocals Werner Friebel
• (CD "für herzen keine haftung")
• Download (MP3)
• "Tapetenwechsel"



Original von Hildegard Knef
• vertont von Dirty Fingers / vocals Werner Friebel
• (CD "für herzen keine haftung")
Download "Tapetenwechsel"
• "Du"



• Text von Hansulrich Kaufmann (Bern)
• vertont von Dirty Fingers / vocals Werner Friebel
• (CD "für herzen keine haftung")
• Download "DU" (MP3)

Die und andere in unserem CD-Shop
Augen in der Großstadt (Kurt Tucholsky)
Das wars dann wohl (Werner Friebel)
Du (Hans-Ulrich Kaufmann)
Host mi? (Werner Friebel)
I hope that I don't fall in love with you (Tom Waits)
Morning Maniac Blues (Werner Friebel)
Schlaflos (Werner Friebel)
Tanzbär'n-Song (Armin Steigenberger)
Tapetenwechsel (Hammerschmied)
Wanna rock you (Renate Wichers)

 
Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen,
dann zeigt die Stadt dir asphaltglatt
im Menschentrichter Millionen Gesichter:

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? Vielleicht dein Lebensglück?
Vorbei, verweht, nie wieder...

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen,
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen,
ein Auge winkt,
die Seele klingt,
du hasts gefunden,
nur für Sekunden...

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück...
Vorbei, verweht, nie wieder...

Du musst auf deinem Gang
durch Städte wandern:
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber...

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder...

Kurt Tucholsky (1926)
Musik: Werner Friebel (1986)
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Das war's dann wohl

Dein Leben: anständig eingerichtet
wie aus'm Katalog;
Das Hirn voll Phrasen,
die Seele hinter Glas
& auch die Wünschelrute
schlägt lang schon nicht mehr aus.

Verstecktest deine Ängste
hinter den Trophäen
gesellschaftlicher Normerfüllung;
deine Träume: hingerichtet
in gefahrlos kleinen Schritten
(denn man hatte dir gesagt,
es seien Lichtjahre
bis zu den Sternen).

Nachts, wenn dein Gesicht
ein Alp grimassenhaft verzerrt,
grinst das Cover-Girl des Männermagazins
auf deinen Arschabdruck im Fernsehsessel,
räkelt sich lasziv, fast unanständig auf der Couch
& singt leise den Blues
von all dem Versäumten...

Werner Friebel (1988) - aus dem Lyrikband "Balanceakt"
Musik: Werner Friebel (1988)
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Du
(CD: "für herzen keine haftung")

Ich fahre zärtlich Dir durchs Haar
das so seiden, wunderbar
mal ein Herz auf Deine Stirn,
das sich einbrennt in Dein Hirn
berühre Deine Brauen wieder
küsse Deine Augenlider
kaum wahrnehmbar, so fein, doch auch
Du fühlst meines Odems Hauch
umkreise Deiner Ohren Muscheln
stell mir vor, mit Dir zu kuscheln

mein Finger nun auf Deinen Lippen,
möcht von Deinem Nektar nippen
hinauf danach, zur Nasenspitze
Du fühlst bereits ne innre Hitze
meine Lippen auf den Deinen
rieche Deinen Duft, den feinen
der mich nahezu betört
so kribbelnd ist mit Dir der Flirt

Die Lippen küssen Deine Kehle,
die Augen, was ich nicht verhehle
ruh'n bereits auf Deinen Brüsten
oh, wie diese mich gelüsten
sie sachte, leise zu berühren
meine Zunge hochzuführen
Deine Nippel sanft zu necken
ohne dabei anzuecken
sie mal saugen, wieder küssen
ohne je aufhör'n zu müssen
zu spüren, wie sie sich versteifen
danach sie etwas fester greifen

derweil mein Mund nun tiefer wandert,
um Deinen Nabel er mäandert
fühlend Deine Lust, Dein Streben
Dein Becken zu mir hoch zu heben
Du spürst, es fehlt nun nicht mehr viel
und meine Zunge ist am Ziel

den Venushügel sie erklommen
vor Verlangen Du benommen
spürst, wie ins Tal sie niedergleitet
was Dir noch mehr Lust bereitet
als Deine Knospe sie umkreist
es Dich vor Wollust fast zerreisst

Du rückst mich tief in Deinen Schoss
oh, wie ich dies Gefühl genoss
Ich ließ mich ganz in Dir versinken
und konnte Deinen Nektar trinken...

Hans-Ulrich Kaufmann (2000)
Musik: Werner Friebel (2001)
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Host mi? (Rap-Funk-Landler)
(CD: "meschugge")

Host mi oda muaß I dir no sogn
daß des ned weidagehd aso
mit deine ganzn guadn Sprüch
und nix dahinta

I bin doch ned dei Depp
und hea ma's nimma o
daß du da Nobi vo da Woid bist,
ganz was Bsonders

Schleich di aus mei Lebn
und suach d'an andan Depp
dea's a Zeitlang a ned schnoid
daß du an Schlog hast

Vielleicht merkst d'as irgendwann
daß des mid'n Saugn ned funktioniert
und daß der wo nix gibt
a no die letztn Freind valiad

Host mi?

Text & Musik: Werner Friebel (1994)
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I Hope That I Don't Fall In Love With You
(CD: "für herzen keine haftung")

Well I hope that I don't fall in love with you
Cause falling in love just makes me blue,
Well the music plays and you display
your heart for me to see,
I had a beer and now I hear
you calling out for me
And I hope that I don't fall in love with you.

Well the room is crowded, people everywhere
And I wonder, should I offer you a chair?
Well if you sit down with this old clown,
take that frown and break it,
Before the evening's gone away,
I think that we could make it,
And I hope that I don't fall in love with you.

Well the night does funny things inside a man,
these old Tom-Cat-feelings you dont't understand,
Well I turn around and look at you,
you light a cigarette,
I wish I had the gots to burn one,
but we never met,
And I hope that I don't fall in love with you.

I can see that you are lonesome just like me,
and it being late, you'd like some company,
Well I've had two, I look at you,
and you look back to me,
The guy you're with has up and split,
the chair next to you's free,
And I hope that you don't fall in love with me.

Now it's closing time, the music's fading out
Last call for drinks, I'll have another stout.
I turn around to look at you,
you're nowhere to be found,
I search the place for your lost face,
guess I'll have another round
And I think that I just fell in love with you.

Tom Waits (198?)
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Morning Maniac Blues
(Text von gleichnamigem Musikvideo)

Morgends Zähneputzen würgt dich in der Kehle,
dein Hirn fährt Karussell,
der Typ im Spiegel kotzt dich an
und du denkst dir : "Mann oh Mann!
- das kommt nicht wieder vor so schnell!"

Bringst nicht einmal 'ne Semmel runter,
im Radio läuft nur Geplärr,
allein dein Durst wird wieder munter,
doch der Kühlschrank ist längst leer.

Auf zur Tanke, schnell 'n Sixpack,
Geld vorher genau abgezählt,
dass keiner merkt beim Wechselgeld,
wie dich das Zittern wieder quält...

Und dann der Tag! - mit weicher Birne -
's geht grad so über den Grat.
Kommst dir vor wie eine Dirne,
die Sex, doch keinen Liebsten hat.

Doch Abends bist du wieder jemand:
Grosser Sprecher vor dem Herrn.
Der Alk regiert den Restverstand,
und du glaubst, dich hat noch jemand gern...

Morgends Zähneputzen...

Text & Musik: Werner Friebel (1976)

Das Musikvideo (2004) zum "Morning Maniac Blues" gibts hier
auf Youtube.com
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Schlaflos
(CD: "meschugge")

Nachts & das Hirn
voll Ungeduld auf
IRGENDWAS
den aufgedunsenen Mond
durch leere Altstadtgassen
kicken - nur das Herz
klopft Beifall -: losgelöst
vom Rhythmus schriller
Tagesängste.

Die aufgeschlagenen Wunden
mit lästerlichen Phantasien kühlen
& in der Glut im Kopf nach
rohen Diamanten wühlen -

wie mit wachen Kindersinnen
aus jedem Schatten
einen Traum gewinnen...

Werner Friebel (1987) - aus dem Lyrikband "Balanceakt"
Musik: Werner Friebel (1989)
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Tanzbär'n-Song
(CD: "für herzen keine haftung")

komm lass mich dein tanzbär sein
dein herz schlägt mir zum ringelreihn
gib mir zuckerwattenküsse
stell mich auf die petzenfüße
wirf mir einen groschen rein
dann schwing ich dir mein tanzlustbein

komm tanz mich hoch komm tanz mich nieder
komm machs mit mir heut nacht im flieger
gib mir des teufels elixiere
(dein lustgemisch für liebestiere)
mach mir jetzt ne gänsehaut
treib mich bis zum liebeslaut

quietsch mein herzchen, mach brumm-brumm
heb mich hoch und dreh mich rum
lass mich deinen honig lecken
deiner liebe sü├če schmecken
mach mir jetzt den liebeslaut
bis ein nachtmahr aus mit schaut

komm lass mich dein tanzbär sein
mein herz, dein stichelstachelschwein,
gib mir deine liebesschmiere
dass ich für dich funktioniere -
hin und her und hübsch und husch
sei schön flink sonst mach ich kusch

Armin Steigenberger (1999)
Musik: Werner Friebel (1999)
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Tapetenwechsel
(CD: "für herzen keine haftung")

Ich brauch Tapetenwechsel,
sprach die Birke
und macht sich in der Dämmrung auf den Weg...

Ich brauche frischen Wind um meine Krone
ich will nicht mehr in Reih und Glied
in eurem Haine stehn, die gleiche Wiese sehn,
die Sonne links am Morgen - abends rechts.

Ich brauch Tapetenwechsel,
sprach die Birke
und macht sich in der Dämmrung auf den Weg...

Ein Bus verfehlte sie um 20 Zentimeter
und auf dem Flugplatz war sie ernstlich in Gefahr.
Zwei Doggen folgten ihr um Astes Breite
und kurz nach zwölf traf sie ein Buchenpaar.

Ich brauch Tapetenwechsel,
sprach die Birke
und macht sich in der Dämmrung auf den Weg...

Die eine sprach: "Sie ham hier nichts zu suchen!
So was wie Sie hat nicht einmal ein Nest!"
Sie wurde gelb vor Ärger und weils auch schon Herbst war
- Verzweiflung kroch ihr langsam ins Geäst.

Ich brauch Tapetenwechsel,
sprach die Birke
und macht sich in der Dämmrung auf den Weg...

Des Försters Beil traf sie im Morgengrauen,
gleich an der Schranke, als der D-Zug kam...
Und als Kommode dachte sie noch immer,
wie schön es doch im Birkenhaine war.

Ich brauch Tapetenwechsel,
sprach die Birke
und macht sich in der Dämmrung auf den Weg...
Ich brauch Tapetenwechsel,
sprach die Birke
und macht sich in der Dämmrung auf den Weg...

Originalintzerpretation von Hildegard Knef (1974)
Text & Musik: Hammerschmid
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Wanna rock you
(CD: "meschugge")

I wanna rock you, Baby
all night long bis morgens um drei
dann hau ich ab mit nem Morgengrauen
und im Sack noch'n Fick gut verpackt:

Vertragsmiezen schlagen sonst Krach
und schöpfen Verdacht, alles klar,
mein Schatz, du weißt doch was läuft...

hast das doch drauf, Dienst ist Dienst
und 'n Schnapsfick bleibt 'n Schnapsfick
und take it doch easy mit Liesi!

O.K. Baby? See you later,
du hörst von mir, sei lieb,
nerv mich nicht wieder und
frag bloß nie mehr: wann?!

Renate Wichers (1979)
Musik: Werner Friebel (1983)


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