| Zuschussverlage: Geschäfte mit der Eitelkeit |
Man sollte eigentlich meinen, dass sich die dubiosen Praktiken der Zuschuss-Verlage mittlerweile auch bei literarischen Amateuren rumgesprochen haben sollten; aber nein, das Geschäft mit der Eitelkeit blüht weiterhin bestens - den aktuellen Stand der Abzocke hat sich André Weikard in einer SZ-Investigation mal genauer angesehen:
"Im Land der Dichter und Täuscher"
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| Das Vermessen der Literatur in Klagenfurt |
In Klagenfurt ereignete sich kürzlich wieder der alljährliche "Bewerb" um den Ingeborg-Bachmann-Preis, der sich trotz der scheinbar altbackenen Inszenierung (selbstlesender Autor am Tisch mit Wasserglas) jedes Jahr höherer Einschaltquoten erfreut und dem wichtighubernden Geraune der literarischen Feuilletons einen Jahreshöhepunkt beschert.
Kathrin Passig, 2006 selber Bachmannpreis-Gewinnerin, kennt den Laden und die Szene ganz gut und hat sich in einem Essay als Vorwort zu Angela Leinens Gebrauchsanweisung "Wie man den Bachmannpreis gewinnt" darüber lustig ein paar Gedanken gemacht und resümiert:
"Diese fehleranfällige, alberne, tapfere, manchmal fruchtbare und regelmäßig scheiternde Auseinandersetzung mit Texten ist die beste Literaturkritik, die wir haben."
Die "ZEIT" hat Passigs Insider-Diagnose hier nochmal publiziert: "Die Vermessung der Literatur"
(Die diesjährige Eröffnungsrede in Klagenfurt hielt übrigens die 1998er-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff - Titel "Über die Niederlage")
Update: Peter Wawerzinek erhält Bachmannpreis 2010
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| Gegen den Literatur-Kanon stänkern |
In der ZEIT haben deutsche Autoren unter 35 dem 'amtlichen' Kanon der Literatur einen Frühjahrsputz gegönnt und festgestellt, dass da nicht nur einiges staubt, sondern gleich ganz entsorgt werden könnte.
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| Bayerisches Literaturfestival 2010 |
Mit dem LITERATURupdate 2010 gibt's ein neues Literaturfestival für bairische JungautorInnen (bis 35 Jahre). Im Festivalzeitraum vom 10.10.2010 bis 28.11.2010 werden in 50 Städten Bayerns
vom "Arbeitskreis für gemeinsame Kulturarbeit bayerischer Städte e.V." Projekte von Poetry Slams und Wortkunst, Medienprojektionen und Literaturverfilmungen bis hin zu literarischen Blogs und anderen neuen Formen der Literaturvermittlung präsentiert. Info und Ausschreibung
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In der aktuellen Sommerausgabe präsentieren "die horen" - Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik "DER VORABEND
ALLER PRACHT" - Eine Lesereise durch zwei
Jahrhunderte argentinischer
Erzählkunst und Poesie.
Die neue Ausgabe (Nr. 16) der 'etwas anderen' Literaturzeitschrift außer.dem wurde kürzlich in München bzw. Darmstadt mit Autorenlesungen präsentiert. Mehr Infos und Bestellmöglichkeit unter www.ausserdem.de.
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Eine weitere Staffel der Fixpoetry-Lesehefte (No. 19-23) ist gerade erschienen. Ein paar Eindrücke und Gedanken dazu im Schnipsel-Essay "Wer verlegt denn heut noch Gedichte?"
Auch vom "Schrieb - zeitschrift für texte, bilder und zeit" liegt Druckausgabe Nr. VII nun vor (mit vielen neuen AutorInnen) - Infos und Bestellmöglichkeit unter schrieb.com
Einen Terminkalender für Literaturveranstaltungen (auch zum Selbsteintragen) findet Ihr auf der Seite Literaturtermine, die aus der Datenbank von romansuche.de gespeist wird. Überregional relevante Lit-Events präsentieren wir auf Anfrage auch hier auf der Startseite, für eigene Texte, Anthologie-Ausschreibungen, Workshops, Literaturreisen etc. könnt ihr auch unser Forum nutzen.
Wir haben begonnen eine kleine Sammlung von kostenlos downloadbaren literarischen
e-Mags und e-Books zusammenzustellen.
Zum Anfang findet Ihr hier im Archiv die letzten zehn Ausgaben von "Der Skorpion", die Literaturzeitschrift "Kontro-Vers" (Ausgabe 2008) und das ebook "Twitter-Lyrik".
Gern könnt Ihr uns für die Sammlung qualitativ hochwertige Werke zuschicken!.
Nette Späßchen kann man mit dem Wort-Layout-Zufallsgenerator "Wordle" anstellen, falls man seine Texte im Wortsinne mal "nicht auf die Reihe" kriegt. Auch prima geeignet zu semantischer Mystifizierung (z.B. von Liebesgedichten) oder zum Postkartenbedrucken ;-)
Wie das optisch rüberkommt, seht ihr hier.
Ständig fischen wir in dem schier unüberschaubaren Buchmarkt nach interessanten
Veröffentlichungen, die wir Euch in der regelmäßig frisch bestückten Rubrik
"Rezensionen" vorstellen.
Dabei freuen wir uns auch über Eure kompetenten Leseeindrücke, die Ihr uns gern
zumailen oder ins Forum stellen könnt. Aber bitte keine reinen Werbe- oder Klappentexte!
In der Rubrik "Lyrikvertonungen" findet ihr einige ebensolche (streams & downloads), u.A. auch Videos mit Originallesungen von Bertolt Brecht und Live-Performance von Herta Müller und Jan Erik Vold. |
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Wir freuen uns auch auf eure Vertonungen/ Verfilmungen (Podcastbeiträe, Lesungsmitschnitte, Textvertonungen, Kurzvideos mit literarischem Inhalt etc. - bitte im MP3-Format oder den direkten Link zusenden).
Das könnte für die Schnipsel-Leserschaft ein feines Gimmick sein...
Viele andere interessante und vielfältige LitSites findet Ihr in unserer ständig erweiterten und gepeprüften
Linksammlung, und für unsere mittlerweile recht umfangreichen Seiten findet ihr hier eine seitenspezifizierte Suchmaschine für Autoren, Titel, Begriffe etc.
| Viel Schreiblust und Lesevergnügen! |
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Und wer bis hierher gelesen hat oder nach'm Stöbern zurückkommt, kriegt zur "Belohnung" a folk-rockige Ballade so im Stil von Grateful Dead zum Wachträumen an die Ohren. Dabei gehts frei nach Husserl um unsere idiosynkratisch-kontingente phänomenologische Erfahrbarkeit von "Transzendenz in der Immanenz" ;-)
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"Die ganze Kunst des Schreibens besteht darin, dass man kein Wort verwende ohne volle Verantwortung."
und:
"Je mehr man von einer Sache versteht, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
Lichtenberg
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Neue Beiträge in den "Schnipseln" |
"Nachtlichter"
von Norbert Sternmut (Ludwigsburg)
- Rezension: Karl-Heinz Schreiber
Koboldgeschichte neu layoutet (jetzt auch bei "toonpool"): |
Gute-Nacht-Improvisationen:
"Streiche vom Kobold Quoddeldoddel"
von Fabian/ W. Friebel/ A. Walter
(Schongau/ Augsburg)
"SO WHAT"
von Martin Dragosits
(Wien)
Konziliantenstadl
von Friedrich Hucke (Künstler aus Alcocebre/ Spanien)
"Kleiner Kragenplatzer hinsichtlich der Akademisierung der Poesie"
Essay von Michael Zoch (Braunschweig)
"Der gelbe Akrobat"
Hrsg. M. Buselmeier / M. Braun Rezension von Werner Friebel
Grundlegendes zur Lyrik der Gegenwart |
Poetologischer Essay von Frank Milautzcki über die Verständigungsebenen der Lyrik und über Wahrnehmung und Ausdruck intentionaler Kontingenzen in Sprachspielen - und warum die Avantgarde was mit der Quantenphysik zu tun hat ...
zum Essay
Man sollte eigentlich meinen, dass die halbe Million deutscher Hobbyautoren zu den eher kritischen Geistern gehören, doch ein Blick auf das florierende Geschäft dubioser "Literatur-Wettbewerbe", von Anthologie- und Buchverlagen mit Abnahmeverpflichtungen oder Kostenbeteiligungen der Autoren zeigt, wie leicht und betrügerisch immer noch die Eitelkeit "verkannter Genies" abgezockt wird. Da wirds dann leicht mal gerichtsmassig, doch meistens hat Naivität gegen ausgeklügelte AGB keine Chance.
Eine recht neue Neppermasche ist das Auftreten scheinbar seriöser "Literaturagenten" mit angeblich ausländischen Topverlagen im Hintergrund, die als Voraussetzung für eine Inverlagnahme ein höllisch teures Lektorat anbieten - bei dem der Text (nach Bezahlung natürlich) im Schnellverfahren als ungeeignet beurteilt wird.
Mehr zu dieser und anderen Arten von Abzockerei findet ihr in ausführlichen Berichten hier im "Literaturcafé"
Mal was für "Kleine & Große" |
Afrikanische Märchengesammelt von Nelson Mandela
Verlag C.H. Beck, 184 Seiten
Polemischer Essay aus der "SZ" |
Ertrage die Clowns
Unter diesem Titel hat der Publizist Hilmar Klute in der "SZ" den Zustand des heutigen Kabaretts mal genauer beleuchtet. Boshaft, spassig und hellsichtig analysiert er dessen Pappnasigkeit und stellt u.A. fest: "Der Scheibenwischer, den der kluge Dieter Hildebrandt gerade noch rechtzeitig verlassen hatte, wurde endgültig zur Altersresidenz der Clowns von gestern".
Wer sich das komplette Vergnügen gönnen will, kann den Artikel hier in der "Süddeutschen Zeitung" nachlesen... .

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