die "Schnipsel" sind ein unabhängiges, ständig aktualisiertes Literaturmagazin und eine fortlaufend weitergeführte Anthologie mit unangepassten, frechen, biestigen, komischen und vor allem neuen Texten von mittlerweile mehr als 80 deutschsprachigen
Autoren und Autorinnen aus ca. einem Dutzend Ländern. Der Schwerpunkt liegt auf sorgfältig ausgewählten zeitgenössischen Originaltexten der Genres Lyrik, Kurzprosa und Aphorismen; darüber hinaus wollen wir euch mit aktuellen Infos, Forum, Autoreninterviews und vielen eigenständigen Rezensionen ein paar Anregungen für eure Lese- und Schreiblust geben.
Übrigens: Interessante Notizen, Videos und mehr aus der Literaturszene findet ihr ab jetzt auf unserer Facebook-Präsenz, weil aktuelle Hinweise dort recht praktisch verlinkt und kommentiert werden können...
Viel Vergnügen beim Stöbern in den "Schnipseln", hier wie da!
Ausschreibung zum Hildesheimer LyrikPark
Zum dritten Mal veranstalten die KulturFabrik Löseke und das
Forum-Literaturbüro den LyrikPark auf dem ehemaligen
Marienfriedhof in Hildesheim (vom 13.-15. Juli 2012).
Diesmal geht's um Lyrik-Installationen zum Thema "Was die Welt zusammen.hält!" und für Teilnahmeinteressenten gibts dazu hier mehr Infos und die Ausschreibung (Anmeldungen bis 15. April).
Sachcomics boomen
Sachcomics, mit denen Laien und Schüler in anspruchsvollere Themen eingeführt werden sollen, erleben gerade einen regelrechten Boom. Ein solches zur "Philosophie" schneite uns kürzlich ins Haus und was davon zu halten ist, könnt ihr hier nachlesen.
Verdi-Literaturpreis für Saskia Fischers Lyrik
Nun erhielt eine der 'Betriebsverweigerinnen' der deutschen Lyrikszene quasi auf Umwegen doch mal einen veritablen Literaturpreis: Saskia Fischer wurde für ihren Gedichtband "Scharmützelwetter" mit dem Verdi-Literaturpreis 2011, der mit 5000 Euro dotiert ist, ausgezeichnet.
Ihr könnt meine Rezension zu ihrem außergewöhnlichen Gedichtband hier nachlesen.
Ein hübsches Philo-Bilderlesebuch:
Vergnüglichen und geistreichen Lesestoff für Philosophen jeden Alters bietet der Hanser Verlag mit dem Philo-Bilderlesebuch "Wer ist hier der Chef?".
In dieser poetisch-philosophischen Fabel kommt eine Katze zunächst mit einem angeleinten Hund ins Gespräch und wundert sich, warum dieser scheinbar zufrieden damit ist, so unfrei auf sein Herrchen zu warten. Neugierig geworden macht sie sich auf den Weg und begegnet verschiedenen andern Tieren, der klugen Eule, dem schlauen Fuchs, den frechen Mäusen - und findet bald heraus, dass die alle recht unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit und Autonomie haben, dass es verschiedenen Arten von In-der-Welt-sein gibt...
Wunderbar ist auch die liebevoll-aufwändige Ausstattung mit Aufklapptechnik, den ausdrucksstarken Illustrationen von Katrien Matthys und das Ganze in einer erstaunlichen Drucktechnik, die alle Bilder und Buchstaben im Dunkeln leuchten lässt wie Sterne - hey Kiddies, da braucht's zum Lesen keine heimliche Taschenlampe mehr unter der Bettdecke!
Der Biologielehrer Alexis Jenni aus Lyon, der sich selbst als "Sonntagsschriftsteller" bezeichnet, hat gleich für seinen ersten Roman "L'art francais de la guerre" den Prix Goncourt, Frankreichs renommiertesten Literaturpreis, erhalten. Vermutlich hat sich der 48-jährige dazu vorher dieses Video angesehn, in dem die investigativen Kulturjournalisten von "Metropolis" aufzeigen, wie man so einen fetten Literaturpreis gewinnen kann, wenn man nur einige Tipps beherzigt ;-)
Kein Risiko beim Deutschen Buchpreis
Mit Eugen Ruges "In Zeiten des abnehmenden Lichts" gewann wieder mal ein deutscher Familienroman im DDR-Ambiente den Deutschen Buchpreis. Leserfreundlich und damit verkaufsfördernd, aber wenig originell oder gar wagemutig. Unter den vielen, meist affirmativen, Schnellrezenionen fand sich aber auch eine, die's u.E. auf den Punkt bringt: "Mutlose Mitte" von Volker Breidecker in der SZ
Dubiose Literaturpreise
Regelmäßig flattern hier "Pressemitteilungen" und Ausschreibungen zu sogenannten 'Literaturpreisen' auf den Redaktionstisch, die sich oft als dubiose Lockvogelangebote aus der literarischen Nepper-Schlepper-Szene erweisen. Die kommen natürlich nicht hier ins Mag (auch nicht mit backlink-"Belohnung"), sondern, falls sie nicht eh schon drauf stehn, auf unsere blacklist der schwarzen Schafe im LitBizz - also, meine Damen & Herren Abzocker, versucht es erst gar nicht. Hinweise auf 'seriöse' Litpreise findet ihr in unseren Literaturlinks, z.B. die neu aufgenommene Seite/ Blog "Literaturpreis Gewinner"
Literaturtermine
Einen Terminkalender für Literaturveranstaltungen (auch zum Selbsteintragen) findet Ihr auf der Seite Literaturtermine, die aus der Datenbank von romansuche.de gespeist wird. Überregional relevante Lit-Events präsentieren wir auf Anfrage auch hier auf der Startseite, für eigene Texte, Anthologie-Ausschreibungen, Workshops, Literaturreisen etc. könnt ihr auch unser Forum nutzen.
"Lyrik-Maschine" Wordle
Nette Späßchen kann man mit dem Wort-Layout-Zufallsgenerator "Wordle" anstellen, falls man seine Texte im Wortsinne mal "nicht auf die Reihe" kriegt. Auch prima geeignet zu semantischer Mystifizierung (z.B. von Liebesgedichten) oder zum Postkartenbedrucken ;-)
Wie das optisch rüberkommt, seht ihr hier.
Was auf die Ohren
In der Rubrik "Lyrikvertonungen" findet ihr einige ebensolche (streams & downloads), u.A. auch Videos mit Originallesungen von Bertolt Brecht und Live-Performance von Herta Müller und Jan Erik Vold, bei den Autoreninterviews u.a. einen Video-Zusammenschnitt von IVs mit Thomas Bernhard.
Wir freuen uns auch auf eure Vertonungen/ Verfilmungen (Podcastbeiträe, Lesungsmitschnitte, Textvertonungen, Kurzvideos mit literarischem Inhalt etc. - bitte im MP3-Format oder den direkten Link zusenden).
Das könnte für die Schnipsel-Leserschaft ein feines Gimmick sein...
Noch mehr Lesestoff:
Viele andere interessante und vielfältige LitSites findet Ihr in unserer ständig erweiterten und gepeprüften
Linksammlung, und für unsere mittlerweile recht umfangreichen Seiten findet ihr hier eine seitenspezifizierte Suchmaschine für Autoren, Titel, Begriffe etc.